Valencia Oper

Valencia an einem Tag: Dein Guide für die Must Sees der Altstadt!

So wird dein Tag in Valencia perfekt.

Gleich vorweg: Wir haben Spanien unterschätzt! Obwohl wir schon auf Teneriffa waren und die Insel richtig toll fanden. Das spanische Festland hatte nie einen Platz auf unserer Reiseliste, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass es uns immer eher von Europa wegzieht. Dennoch war das Festland auch nie Thema, wenn es um interessante Länder an sich ging. Großer Fehler, denn es lohnt sich wirklich dem Land der Churros und Paella (Spaß muss sein) einen Besuch abzustatten. Wir verbringen insgesamt drei Monate hier, was dem Zeitraum des Touristenstatus entspricht. Unsere erste Station waren zwei Nächte in Valencia. 

Hier geht’s zu unserem YouTube-Video!

1. Vom Flughafen Valencia ins Zentrum

Vom Flughafen Valencia ins Zentrum zu gelangen ist denkbar einfach. Die Metro zieht sich durch die ganze Stadt und reicht sogar bis in den nächsten Ort „Llíria”. Mit den Metro-Linien 3 oder 5 kommst du vom Flughafen direkt zur Station „Xàtiva”, die am zentralen Hauptbahnhof „Estación del Norte” liegt. Wir mussten genau dort hin, denn in der Nähe lag unser Hostel.

2. Wo wohnen in Valencia?

Mit knapp 1 Mio Einwohnern (Stand 2018) ist Valencia nicht gerade klein. Die Stadt am Meer lockt mit einem eigenen Strand, einem Hafen und zieht sich ins Land hinein. Einfacher wird die Orientierung auf jeden Fall, wenn man sich entweder auf die Altstadt beschränkt oder dies mit einem Strandbesuch kombiniert, wenn die Zeit reicht. Der neuzeitliche Teil von Valencia ist nämlich nur eine spanische Stadt, wie jede andere auch, die – so weit das Auge reicht – aus den typischen Plattenbauten besteht. Such dir am besten eine Unterkunft in der Altstadt und fahr mit der Metro in Richtung Strand. Unser Hostel liegt nur 10 Minuten Fußweg von der Station „Xàtiva” entfernt. Wir können es nicht empfehlen! Ein bis zwei Nächte dort sind okay, aber dann reicht es auch. Wir hatten unser eigenes Zimmer. Die Lage ist super, weil man dort mitten in der Altstadt und damit mitten im Geschehen ist. 

3. Valencia – Die Altstadt

Wir hatten nur einen vollen Tag für die Stadt. Am Tag unserer Ankunft hatten wir noch den späten Nachmittag und Abend zur Verfügung und haben es ruhig angehen lassen. Dafür haben wir an Tag zwei richtig reingehauen mit den Sehenswürdigkeiten! Und an denen mangelt es der Altstadt wahrlich nicht. 

Auch sonst macht es einfach total Spaß, durch die schönen alten Gässchen zu wandern und das Flair der Stadt aufzusaugen. Trotz der kompakten Gestaltung der Altstadt mit all ihren schmalen Gässchen herrscht dort unheimlich viel Verkehr. Immer, wenn du denkst „okay, endlich mal ein kleines Fleckchen ohne Auto” kommt schon der nächste Wagen ums Eck. Verkehrsberuhigung fehlanzeige. Die Luftqualität in der Stadt ist dementsprechend schlecht. Los geht’s!

3. 1. Estación del Norte

Die „Estación del Norte” ist der Hauptbahnhof Valencias. Geh auf jeden Fall hinein und sieh dir die wunderschöne Jugendstilkunst im Inneren an. Uns wurde auf Nachfrage gesagt, der Bahnhof sei 100 Jahre alt, was mit dem Erbauungsdatum 1917 übereinstimmt. Wir mussten sowieso dorthin, um unsere Tickets nach Alcossebre zu kaufen und haben von dort auch unseren City-Trip gestartet.

3. 2. China Town Valencia

Hättest du es gedacht? Ja, Valencia hat ein eigenes Chinatown, über das wir zwangsläufig bei unserer Ankunft gestolpert sind! Denn es liegt direkt am Hauptbahnhof und an der Metro Station Xàtiva und damit nur knappe 10 Minuten Fußweg von unserem Hostel entfernt. Was haben wir also gleich nach unserer Ankunft gemacht? Richtig, gegessen! Du findest dort unzählige Restaurants mit authentischem chinesischen Essen. Mal sehr, sehr authentisch, mal der Mittelweg, mal moderner. Wir haben uns für den Mittelweg entschieden und ein leckeres Essen für nur rund 7,50€ pro Person genossen. Die Preise unterscheiden sich also deutlich von denen in der übrigen Altstadt. Abends ist es dort sicherlich auch spannend, doch dafür waren wir an beiden Tagen zu müde. 

3. 3. Palau de les Arts Valencia

Ein absolutes Must-See in Valencia ist das Kulturhaus Palau de les Arts. So eine außergewöhnliche Architektur muss man gesehen haben. Es hat ein bisschen gedauert, bis wir den Fisch in der Gestaltung erkannt haben. Das Meeres-Thema zieht sich durch die gesamte Parkanalage, zu der auch die folgenden Sehenswürdigkeiten gehören. 

3. 4. L’Hemisfèric

Das L’Hemisfèric ist ein IMAX und 3-D-Kino. Umrahmt von einem Wasserbecken, das sich bis zum „Museo de las Ciencias”, einem Wissenschaftsmuseum zieht, ist es Teil des Komplexes „Ciutat de les Arts i les Ciències”, dem sog. „Wissenschaftskomplex”. Auf dem Becken kann man mit kleinen Booten schippern. 

3. 5. L’Oceanogràfic

Das „L’Oceanogràfic”, ein Ozeaneum, ist ebenfalls Teil des Komplexes. Es ist sicher sehr sehenswert, doch zum einen hatten wir keine Zeit dafür und zum anderen haben wir Probleme damit, große Tiere, wie in diesem Fall unter anderem Delphine, in Gefangenschaft anzusehen. Für uns ist das immer bedrückend. 

3. 6. Jardí del Túria

Den Rückweg zur Altstadt haben wir durch den Park „Jardí del Túria” genommen. Er erstreckt sich um etwa die Hälfte der Altstadt bis zum Wissenschaftspark und bietet in sich auch noch einmal verschiedene Themenparks. Ebenso wie die bereits genannten Attraktionen, wurde der Park im trockengelegten Flussbett des rio Turin angelegt. Die Stadt hat den Fluss trockengelegt, da sie 1957 komplett überschwemmt wurde. Ob das wirklich die richtige Maßnahme war, bleibt fraglich. Das ewige Dilemma ist doch: Die Natur muss immerzu dem Menschen weichen, wenn es ihm zu unbequem oder unüberschaubar wird. Und das ist quasi Dauerzustand.

Etwa auf Höhe der „Pont de les Flors”, einer mit Blumen reich geschmückten Brücke, die sich über den Park zieht, sind wir wieder in die Altstadt abgebogen um uns vorzuarbeiten. Anderthalb Tage sind für Valencia auf jeden Fall zu wenig Zeit. Du solltest schon drei ganze Tage einplanen, wenn du es eher gemütlich angehen lassen und dir auch mal eine größere Attraktionen von innen ansehen möchtest. Wie das Ozeaneum beispielsweise. Oder wenn du den Strand auch noch sehen möchtest. 

3. 7. Die verschlungenen Gässchen von Valencia

Leg dir grob eine Route zurecht und schlängle dich durch die kleinen Gässchen der Stadt zu deinen gesetzten Zielen. Vergiss nicht, immer nach oben zu sehen, denn die Fassaden der hohen Altbauten sind absolut sehenswert und bergen so manchen Blickfang, der dir ansonsten entgeht! Uns haben die Häuser sehr an Paris erinnert, wo die Altbauten auch sieben bis acht Stockwerke hoch sind. Nachteil ist allerdings, dass viele Gassen gar keine Sonne erreicht und sie auch generell schneller verschwunden ist. Für uns bedeutete das Anfang Februar frieren! Wir mussten uns gegen Abend alles anziehen, was wir dabei hatten, da wir natürlich keine Wintersachen eingepackt haben. Wir wollen ja nach Spanien direkt weiter. Ab 19 / 20 Uhr mussten wir allerdings die Segel streichen, da es einfach zu kalt wurde. Und wir auch alles gesehen hatten. 😀 

3. 8. Plaça de l’Ajuntament

Der „Plaça de l’Ajuntament” ist von Süden kommend der erste von drei Plätzen, die sich im Zentrum der Altstadt quasi aneinanderreihen. Hier liegt das Rathaus von Valencia („Ajuntament de València”) nach dem der Platz benannt ist. Der „Font de la Plaça de l’Ajuntament”, ein Brunnen, wird abends bunt beleuchtet. Lauf die  „C/ de Sant Vicent Màrtir” Richtung Norden hoch und du erreichst den:

3. 9. Plaça de la Reina

Der zentrale Platz in der Altstadt ist der „Plaça de la Reina”. Ein wirklich wunderschöner Platz mit vielen Cafés und Restaurants gesäumt. Wir können das „Café Cappuccino” empfehlen, in dem du in mondäner Kolonialstil-Atmosphäre leckere Getränke und Süßspeisen genießen kannst.

3. 10. Plaza de la Virgen

Der  „Plaça de la Mare de Déu” oder „Plaza de la Virgen” (alles ist sowohl in Katalanisch als auch in Spanisch benannt – etwas verwirrend!) ist der dritte Platz. Auch er ist von Cafés und Restaurants gesäumt. In der Mitte befindet sich der schöne Brunnen „Font del Túria”. Der Brunnen repräsentiert den Túria-Fluss (stillgelegt); in seiner Mitte thront der Meeresgott Neptun.  

3. 11. La Seu de València

Inmitten der beiden letztgenannten Plätze liegt die „La Seu de València”, die gotische Kathedrale von Valencia, in der angeblich der heilige Gral aufbewahrt werden soll. Umrunde die Kathedrale einmal komplett, es lohnt sich. Eine ausführliche Besichtigung kostet Eintritt. Wir haben uns auf das Innere beschränkt, das man ohne zu bezahlen erspähen kann, und haben den Turm der Kathedrale bestiegen:

3. 12. El Micalet

„El Micalet” ist der achteckige Glockenturm der Kathedrale von Valencia. Eine spiralförmige, an vielen Stellen sehr enge Treppe mit 207 hohen Stufen, führt ganz nach oben. Der Turm ist etwa 50 m hoch und bietet einen atemberaubenden Ausblick über Valencia. Es ist wirklich anstrengend hochzukommen, aber es lohnt sich! 😀 

Eintritt: 2€ pro Person.

3. 13. Porta de Serrans

Das „Porta de Serrans” oder Torres de Serranos ist ein ebenfalls gotischer Turm, der Teil der Stadtmauer von Valencia ist. Du kannst ihn kostenfrei besteigen, was wir auch gemacht haben. Mit 33 Metern ist er nicht ganz so hoch, wie el Micalet, bietet aber auch einen tollen Ausblick über die Altstadt. Und das nochmal aus einer anderen Perspektive. Warum ein kostenfreies Angebot ausschlagen? 🙂 Torres de Serranos befindet sich im „Barrio del Carmen”, das du auf dem Weg dorthin also automatisch durchstreifst. 

3. 14. Lonja de la Seda

La „Lonja de la Seda” bedeutet „Seidenbörse”. Die ersten Steine für den Bau wurden 1483 geliefert, fertig gestellt wurde sie erst 1533. Gegründet wurde sie ursprünglich als Ölmarkt und wurde ab der Fertigstellung als Seidenbörse aber auch Gefängnis für Kauflaute genutzt, die ihre Schulden nicht bezahlt haben. Seit 1996 ist sie Weltkulturerbe. Sie gilt als Meisterwerk der valencianischen Zivilgotik und auch wir fanden sie sehr beeindruckend. Im Sala de la Contración befinden sich die berühmten acht Säulen, die wie perfekte Schrauben gestaltet sind und das Gewölbe tragen. Im Mittelturm befindet sich eine Kappelle. Das Consulado del Mar ziert eine wundervoll geschnitzte Holzkassettendecke. Der Innenhof mit Orangenbäumen ist als perfektes Rechteck angelegt. 

Eintritt: 2€ pro Person. Für uns an diesem Tag kostenfrei, da wohl ein Feiertag war. Wir wissen nicht, welcher. 😉 

3. 15. Mercat Central von Valencia

Der große Markt der Stadt, „Mercat Central” (Mercado Central) liegt direkt gegenüber der Lonja. Wie auch die „Estación del Norte” ist das Gebäude im valencianischen Jugendstil gehalten. Wir konnten den Markt leider nur von außen begutachten, da er geschlossen hatte. Er ist Montag bis Samstag von 07:30 Uhr – 15:00 Uhr geöffnet. Vielleicht waren wir nach 15:00 Uhr dort oder aufgrund des vermuteten Feiertags war geschlossen. 

3. 16. Plaça Redonda

Der „Plaça Redonda”, ein, wie der Name schon sagt, runder Platz, liegt ebenfalls unweit der Lonja und des Marktes. In der Mitte des rund gestalteten Innenhofs befindet sich ein Brunnen. Die Valencianer lieben offensichtlich Brunnen. Vielleicht hätten sie den Fluss besser nicht stilllegen sollen. An unserem Besuchstag war auf dem Platz, der einige Verkaufsbuden beherbergt, leider nichts los. Der Architektur wegen lohnt sich der Besuch.

So, nun haben wir dir alle Sehenswürdigkeiten vorgestellt, die wir in an unserem vollen Tag in Valencia geschafft haben. Hast du mitgezählt? Es waren ganze 15! Und wie gesagt ist das Schlendern durch die Altstadt selbst schon eine Sehenswürdigkeit. Es gibt unheimlich viel zu entdecken und zu sehen. Die Gebäude sind wunderschön mit ihren vielen Verzierungen und unterschiedlichen Gestaltungen und es macht einfach so viel Spaß. 

Es gibt noch viel mehr zu entdecken. Dafür musst du dir dann ausreichend Zeit nehmen. 

Viel Spaß bei deinem Valencia City-Trip! 

Hier geht es zum nächsten Stopp: Alcossebre

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