Thean Hou Temple

Sehenswürdigkeiten in Kuala Lumpur

Sehenswürdigkeiten in Kuala Lumpur gibt es definitiv einige und neben denen, die wir dir vorstellen, wirst du an anderer Stelle viele weitere Tipps finden. Wir waren zwar zehn Wochen in dieser Metropole, doch wenn du einen ganz normalen Alltag zu bestreiten hast, schaffst du entgegen deiner eigenen Vorstellungen auch nicht das volle Touri-Programm. 😉 Zumal das in Kuala Lumpur auf jeden Fall auch ins Geld geht. Wir stecken das dann oft lieber in Essen. Dazu mehr im nächsten Artikel. 

1. Sehenswürdigkeiten in Kuala Lumpur: Petronas Towers 

Fangen wir mit dem offensichtlichen an. Die Petronas Towers mit der zugehörigen KLCC Mall und dem anliegenden KLCC Park im Herzen der Stadt sind auf jeden Fall DAS Touristen-Ziel in Kuala Lumpur. Wenn du gut zu Fuß und sowieso gerade dort bist, kannst du vom Petaling Markt dorthin laufen. Oder du fährst mit der Bahn, was wir in Kuala Lumpur sehr einfach fanden. Mit den Google Maps-Routen sind wir hier immer gut klar gekommen.

Du kannst natürlich auch bis ins höchste Stockwerk der Petronas Towers fahren, doch spontan ist das leider nicht oder nur mit Glück möglich. Als wir dort waren (ein Sonntag) war der ganze Tag ausgebucht und erst wieder am Dienstag etwas frei. Der Eintritt kostet 35€ aufwärts pro Person, was wir ganz schön happig fanden. So haben wir keinen neuen Anlauf für eine Fahrt nach oben gestartet.

Tipp: Wenn du Kuala Lumpur von oben sehen möchtest, dann besuche eine der vielen Rooftop Bars. Sie sind zwar nicht so hoch gelegen, kosten jedoch nur Drinks und / oder Essen. Je nach Location sind die Preise okay bis teuer. 

2. Pavilion Mall Kuala Lumpur

Petronas Towers und Pavilion Mall sind über einen, teils unterirdisch verlaufenden, Tunnel verbunden. Der überirdische Teil ist ein verglaster Hochweg über den Straßen der Stadt. So kannst du bequem von einer zur anderen Sehenswürdigkeit laufen.

Neben der Pavilion Mall sind auch einige weitere Malls besuchenswert, um diese Dimensionen einfach mal erlebt zu haben oder wenn du gern shoppen gehst. Alle Infos findest du in diesem Artikel.

3. Zentraler Markt (Central Market) Kuala Lumpur

Auch den Central Market hatte ich bereits im ersten Artikel zu Kuala Lumpur erwähnt. Hier kannst du sehr schön nach Souvenirs und Schnäppchen stöbern. Neben dem Food Court gibt es am Wochenende zusätzliche Marktstände mit Gedöns und Essen. In der oberen Etage findest du Kleidung. Verhandeln nicht vergessen!

3. 1. Tipp für die Gesundheit

Es gibt im Markt einen Stand, der Kupferartikel verkauft. Wir haben uns dort eine Kupferflasche für Trinkwasser gekauft. Die Tradition des Kupfergeschirrs kommt (unter anderem) aus dem Ayurveda. Kupferwasser versorgt den Körper mit dem essentiellen Spurenelement Kupfer, das für viele Körperfunktionen benötigt wird. Es ist zudem ein starkes Antioxidans, wirkt antibakteriell, antiviral, fungizid, entgiftend und soll kanzerogenen Veränderungen vorbeugen. Empfehlung! 

4. Petaling Street Market

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Kuala Lumpur ist der Petaling Street Market, das China Town der Stadt. Egal, zu welcher Tageszeit du hierher kommst – es ist immer voll und wuselig. Es gibt hier unzählige Essensmöglichkeiten und eine Menge fake Markenkleidung. Vergiss nicht zu verhandeln, wenn du dir hier etwas kaufen möchtest. Rund um den Petaling Street Market findest du auch einige Restaurants und Cafés, von denen wir ein paar in einem weiteren Beitrag vorstellen werden. Versteckt in den Gässchen gibt es viel schöne Streetart anzusehen.

Ebenfalls dort gelegen sind der taoistische Guan Yu Tempel, den du ohne Probleme betreten kannst, und der hinduistische Sri Maha Mariamman Tempel. Wir hatten den Tempel noch gar nicht betreten, sondern uns etwa zwei Meter vom Eingang aufgehalten, als ich von einem indischen Mann harsch angegangen wurde, dass ich meine Schuhe ausziehen soll. Obwohl das eigentlich erst bei Eintritt in den Tempel üblich ist. Martin: natürlich kein Problem.

Höre einfach mal Osho zu und was er über den wahren Hinduismus, Yoga und Mann und Frau sagt. Das wird dir die Augen öffnen. Oder ließ das Buch „Autobiografie eines Yogi” von Paramahansa Yogananda.

5. Merdeka 118

Der neue höchste Wolkenkratzer in Kuala Lumpur und zweithöchstes Gebäude der Welt, Merdeka 118, befindet sich ebenfalls nahe des Petaling Street Market. Nur der Burj Khalifa in Dubai ist höher. Ihn kannst du derzeit allerdings nur von außen bestaunen, da noch gebaut wird.

6. Little India

Little India, gelegen in den Brickfields, ist eine Marktstraße mit indischen Geschäften und Restaurants. Wenn du die indische Küche und Süßigkeiten magst, dann schau hier vorbei. Oder wenn du preisgünstiger einkaufen möchtest. Du findest hier auch Marktstände mit Obst und Gemüse.

7. Thean Hou Temple

Unweit von Little India auf einem waldigen Hügel liegt der buddhistisch-taoistische Thean Hou Temple, der auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Eine Frau hat uns erklärt, dass der Tempel gemischt-gläubig ist und was es mit den Stäbchen-Behältern vor den drei Altären auf sich hat. Es sind Wunsch-Stäbchen und sie funktionieren so:

Man sucht sich die Göttin, zu der man den größten Bezug spürt. Dann mischt man die Stäbchen, zieht den ganzen Pack hoch und lässt ihn fallen. Auf den Stäbchen sind Nummern eingraviert und dieses, das am weitesten oben steht, ziehst du. Zu den Nummern gehören kleine Schubladen außen am Stäbchenbehälter. In ihnen liegen Zettel mit Prophezeiungen. Du nimmst einen Zettel aus dem Schubfach mit deiner Nummer. Es ist wie Kartenlegen und wir können sagen: Es funktioniert. 😉 Ich bin sowieso großer Fan von Tarot-Karten. Probier es aus! Es ist interessant und macht Spaß.

Die Tempelanlage ist wirklich sehr schön und bietet einen tollen Blick auf die Skyline der Stadt.

8. Masjid Wilayah Persekutuan Moschee

Die Masjid Wilayah Persekutuan Moschee hätten wir gern besucht, doch aufgrund einer Wegverirrung sind wir zu spät angekommen. Sie schließt die Tore für Besucher um 16 Uhr. Noch einmal sind wir nicht dort hingefahren, doch vielleicht schaffst du es.

9. Vogelpark Kuala Lumpur

Zum zentralen Park von Kuala Lumpur kommst du am einfachsten über KL Sentral. Wir fanden das Gelände offen gesagt etwas schwierig und verwirrend. Wir kamen aus Richtung Stadtzentrum, was schon einmal ein Fehler war, da wir in der Hitze quasi außen um den ganzen Park laufen mussten und das an der unschönen Hauptstraße entlang. Vermeide das! Dann waren wir drin und haben Grünflächen und Natur gesucht. Was irgendwie nicht geklappt hat, da alles umzäunt war. Auf unserem Weg ins Zentrum des Parks kamen wir am Vogelpark vorbei. Wir haben allerdings kein Ticket gekauft. Der Preis von knapp 20€ pro Person hat uns erneut abgeschreckt, da wir so viel nicht für, in Volieren gefangene Vögel, bezahlen möchten. Es ist der größte Freiflug-Vogelpark der Welt, doch das macht die Tatsache, dass die Tiere auf vergleichsweise kleinem Raum gehalten werden, nicht wett. Die einzelnen Volieren sind auch unterteilt, so dass es kein komplett offenes Gelände ist. Uns hat es jedenfalls nicht angezogen.

Läufst du am Vogelpark vorbei, kommst du in den Teil des Parks, der botanischer Garten genannt wird. Ich weiß nicht, ob Teile abgesperrt waren, doch auch hier war nichts besonderes zu finden, außer arme Hühner in winzig kleinen Käfigen und Hirsche in schrecklichen, kleinen Gehegen. Es kann sein, dass wir nicht weit genug reingelaufen sind, doch wir waren enttäuscht und geschafft. Wir haben den Park über KL Sentral verlassen, wo du ihn, wie gesagt, betreten solltest.

10. Batu Caves

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Kuala Lumpur gehören die berühmten Batu Caves, eine hinduistische Tempelanlage am nördlichen Stadtrand. Es fährt nur ein Zug zu den Batu Caves, der „KTM Seremban Line”. Mit diesem kannst du mindestens ab der Midvalley Mega Mall über KL Sentral bis zu den Batu Caves durchfahren. Jedoch nicht alle Stunde. Dauer etwa 45 Minuten, je nach Station. Am besten fährst du nicht am Wochenende dorthin und das ist auch unser Tipp für Sehenswürdigkeiten ganz allgemein.

Der Weg zur Tempelanlage führt vorbei an kleineren Anlagen, Statuen und einer Menge Verkaufsständen. Rechter Hand befindet sich ein großer (Bus)Parkplatz für die Anfahrt mit dem Auto. Direkt vor den Batu Caves ist ein großer Platz mit Restaurants, rechts von den Caves wird gerade ein neuer Tempel gebaut, was das Gesamtbild zusätzlich trübt. Zusätzlich? Ja, denn ganz ehrlich – wir fanden die Anlage nicht besonders toll. Es dreht sich alles um Kommerz dort.

Denk auf jeden Fall daran, als Frau (…) deine Beine bis über die Knie und deine Schultern zu bedecken. Ich war obenrum bedeckt und hatte eine Hose an, die mir bis zur Mitte der Oberschenkel reichte und das war nicht genug. In diesem Fall musst du am Eingang ein Tuch kaufen. Andererseits habe ich Mädels gesehen, die in dünnen Kleidchen auf der Treppe für Instagram posiert haben. Männer dürfen mit kurzen Hosen eintreten (…). Auch in Sri Lanka wird die Kleiderordnung sehr streng interpretiert. Zumindest für die Frauen. Nur zum Vergleich: In allen buddhistischen Tempeln, die wir bisher in Vietnam angesehen haben, dürfen die Besucher so eintreten, wie sie kommen. Man darf auch Religion gerne in ihrer – kommerziell verzerrten – Auslegung hinterfragen.

Die Höhle ist eine schöne Tropfsteinhöhle, doch das war es dann auch aus unserer Sicht. Das Flair hat uns überhaupt nicht gefallen. Ich wollte so unbedingt dorthin und war dann ziemlich enttäuscht. 

Fazit Sehenswürdigkeiten in Kuala Lumpur

Es gibt unzählige Sehenswürdigkeiten in Kuala Lumpur, die du bei deinem Besuch nicht alle schaffen wirst. Wir haben z. B. kein einziges Museum oder generell Attraktionen besucht, die indoor sind. Hier gäbe es noch einiges zu erkunden. 

Die Stadt bietet einen spannenden Schmelztiegel der Kulturen und des Übergangs von Tradition zu Moderne. Doch diese Gegebenheiten bringen gleichzeitig Schwierigkeiten und gemischte Gefühle mit sich. Ich hatte das bereits erwähnt: Wir dachten, Medellin sei dystopisch, doch Kuala Lumpur toppt das bei weitem. Es ist der Blick in eine Zukunft, die wir so für uns nicht möchten. Die derzeitige malaysische Regierung hat den Weg für die Zukunft des Landes bereits geebnet, doch darauf werde ich in meinem Abschlussartikel näher eingehen. Es wird um Industrie 4.0., 15-Minuten-Städte und Digitalisierung / Überwachung gehen.

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