Ja-Ela Sri Lanka

Sri Lanka – Erste Eindrücke und Erfahrungen

Nach Spanien ging es für uns weiter nach Sri Lanka. In das Land, das wir schon seit einem Jahr im Auge, aufgrund der Wirtschaftskrise jedoch gemieden haben. Wir fanden, dass es ein guter Start für unseren lang ersehnten Südost-Asien-Trip ist, zumal es zur Zeit unseres Reisestarts noch ein Visum für sechs Monate (ca. 50€) zu ergattern gab. Wie wir das Land wirklich empfinden und erlebt haben erfährst du in den kommenden Reiseberichten.

1. Ankunft am Flughafen Colombo, Sri Lanka

Der Flug ab Malaga mit Swiss Air war wirklich sehr angenehm. Wir waren mal wieder überglücklich, dass unser Gepäck es auch ins Land geschafft hat und die erste Aufgabe war, wie immer, vom Flughafen, der in Negombo ist, zur Unterkunft zu kommen. In der Eingangshalle warten bereits die Taxi- und Tour-Unternehmen auf euch und wollen euch einreden, dass man ein Taxi nur bei ihnen und nicht auf der Straße buchen und den Flughafen nicht mehr betreten kann, wenn man einmal rausgegangen ist. In welchem Flughafen soll das bitte so sein? Der Preis nach Ja-Ela, wo wir hin mussten, sollte 5000 Rupien betragen, was zu diesem Zeitpunkt ca. 15 € waren. Nicht gerade billig für die Strecke. Weil ich die Verkäufer ziemlich aufdringlich und auch nicht besonders freundlich fand, habe ich draußen auf der Straße ein Taxi organisiert. Auch in der Hoffnung, dass man dort bessere Preise aushandeln könnte. Da lassen sich die Fahrer aber nicht lumpen und es kostet einfach überall gleich. So kamen wir zu unserem Taxi und sind in die Unterkunft gefahren. 

2. Erste Unterkunft in Sri Lanka: Wie es nicht laufen sollte 

Unsere Bleibe hatten wir mal wieder über Airbnb organisiert und – wie immer – alle wichtigen Fragen zu den Dingen, die für uns essenziell sind, vorab mit dem Host besprochen. Um genau das zu vermeiden, was wieder passiert ist: Ein Reinfall. Die Wohnung lag im ersten Stock eines Einfamilienhauses. Im Erdgeschoss wohnen Tante und Onkel der Gastgeberin. Nette Leute, ja. Doch in der Wohnung angekommen flog einem der Schmutz bereits entgegen. Die Küche war schmutzig und schmandig, das Bad inklusive Toilette waren schmutzig. Das Haus war in offener Bauweise gebaut, so wie es für hier typisch ist (haben wir erst vor Ort gelernt): Über jedem Fenster und der Haustür sind offene Bereiche angelegt, die nur mit Holzstäben oder offenen Schnitzereien „verziert“ sind. Das nennt sich hier Fensterklimaanlage und mag ja auch nett sein, wenn man in der Natur an einem sehr ruhigen Ort wohnt. Obwohl man diese Bereiche dann auf jeden Fall mit Mückennetzen verkleiden sollte. Doch dieses Haus lag direkt an einer stark befahrenen Einfahrtstraße nach Ja-Ela, was alles so nicht besprochen war. So kommt natürlich auch eine Menge Staub und Schmutz rein und es war so laut vom Verkehrslärm, dass wir uns teils anschreien mussten. Es hieß, die Wohnung sei leise, es gäbe keinen Lärm, das Haus sei ruhig gelegen und dass es super leise sei, wenn die Fenster zu seien, da das Haus gut isoliert sei. Finde den Fehler. Zu guter Letzt war auch das Internet kaum vorhanden und der Arbeitsplatz hatte nicht einmal Stühle. Anders, als auf den Bildern suggeriert wurde. Kurzum war das ein totaler Reinfall, den wir der Gastgeberin auch sofort gemeldet und ihr zu verstehen gegeben haben, dass wir hier nicht bleiben können. Da sie sich auf nichts eingelassen hat, mussten wir Aircover von Airbnb in Anspruch nehmen und haben unsere kompletten Kosten, abzüglich der zwei Nächte, die wir dort verbracht haben, erstattet bekommen. Wir hatten Glück, dass die Wohnung in Kandy, die für den zweiten Monat vorgesehen war (ja, wir hatten in Ja-Ela tatsächlich einen Monat eingeplant. Hauptsächlich wegen Anbindung und Monsun), frei war. Und so konnten wir umziehen. 

3. Lohnt sich ein Aufenthalt in Ja-Ela überhaupt?

Bleiben wir noch kurz in Ja-Ela. Das kleine Örtchen befindet sich in der Nähe vom touristisch erschlossenen Negombo. Da wir Selbstversorger und auf Langzeitunterkünfte mit gutem Internet angewiesen sind, kommen Hotels, Hostels und Pensionen für uns nicht infrage. Nur auf Airbnb kann man im Vorfeld mit den Gastgebern kommunizieren und ist im Fall der Fälle über Aircover abgesichert. Dementsprechend schwierig hat sich die Unterkunftssuche gestaltet. Dass sich das jedoch weiter so und noch viel schlimmer durchziehen würde, darauf waren wir nicht vorbereitet, da wir erst vor Ort gelernt haben, auf was unbedingt zu achten ist.

Es gibt Häuser und Wohnungen, ja. Doch es kommen natürlich nicht alle für uns infrage. Also sind wir in Ja-Ela gelandet und können sagen, dass man dort nicht hin muss. Wir waren auch die einzigen westlichen Touristen dort. Der Ort befindet sich rund um eine stark befahrene und stark smog-belastete Hauptstraße. Leider sind alle Städte und Dörfer in Sri Lanka so angelegt. In etwa 15 Minuten waren wir von unserer Unterkunft zum Ortskern gelaufen um einkaufen zu gehen und eine SIM-Karte zu organisieren. Es gibt nur einen nicht sehr ansprechenden Cargills und einen weiteren Supermarkt, in dem es kaum Auswahl und auch fast nur abgepackte Sachen gibt. Die Verkaufsstände draußen hatten fast nur Obst. Auch dieser Laufweg war belastend, da wir kontinuierlich durch dicken Smog laufen mussten. 

Über Negombo kann man lesen, dass das nicht unbedingt besucht werden muss. Wir empfehlen die ganze Gegend nicht. Wenn du dir unbedingt Colombo ansehen möchtest, plane einen Tag ein, such dir ein wirklich erstklassiges und entsprechend teures Hotel, und dann zieh weiter. 

4. Mit dem Zug von Colombo nach Kandy

Von Colombo nach Kandy kommst du ganz einfach mit dem Zug. Du kannst 1., 2. oder 3. Klasse buchen und wir empfehlen dir bei längeren Fahrten mit all deinem Gepäck die 1. Klasse. Hier kannst du einen Sitz reservieren und sie ist klimatisiert. Es ist trotzdem eng, wenn es voll ist (was es in der Regel ist) und es gibt keinen Stauraum für große Gepäckstücke. Wir konnten uns mit anderen Fahrgästen arrangieren. Hier kommst du zur Buchungsplattform für Zugtickets in Sri Lanka. Manchmal gibt es am Schalter noch Restbestände erster Klasse-Tickets, falls online keine mehr verfügbar sind.  

Die Fort Railway Station in Colombo ist der zentrale Anlaufpunkt für Fahrten ins Land. Der Bahnhof selbst und auch die Gegend um ihn herum sind extrem heruntergekommen. Entlang der Bahngleise ziehen sich Slums.

Wir haben uns sagen lassen, dass es außerhalb von Colombo ein sehr weiträumiges Slum-Gebiet gibt. Müssen jedoch auch dazu sagen, dass wir so etwas in all den anderen Teilen des Landes, in denen wir waren, nicht gesehen haben. Die Menschen wohnen zwar teils in ärmlichen Verhältnissen, doch nicht in Slums. Die Zugfahrt nach Kandy dauert mit dem Express-Zug (fährt glaube ich nur einmal täglich) 2,5 Stunden. Es gibt eine Toilette im Zug. Du fährst durch wunderschöne Gras- und Dschungellandschaften ins bergige Zentralland von Sri Lanka.

Wie es in Sri Lanka weiter ging erfährst du im nächsten Artikel.  

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