Hello Pachamama
Eine der beiden Buchten in La Isleta

Drei Monate Spanien: Pro und Contra!

Was haben wir aus unserer Zeit in Spanien mitgenommen? Was hat uns gut gefallen, was nicht so gut? Wie passt Spanien zum Leben als digitale Nomaden? Da wir lediglich in den Bezirken Valencia und Andalusien waren, können wir nur für diese Gebiete sprechen. Ließ hier zusammengefasst unsere Erfahrungen. 

1. Spanien Pros

1. 1. Wetter

Ja klar, der offensichtlichste Faktor: Das Wetter! Wir sind Ende Januar in Spanien angekommen und waren so froh über die Sonne. Es ist dann natürlich noch nicht heiß, doch tagsüber warm genug für leicht Kleidung. Sobald die Sonne untergeht wurde es allerdings ziemlich kalt und man braucht warme Kleidung. Ab Ende April wird es im Süden allerdings knalleheiß, was dann auch unangenehm werden kann. Da es keine Wälder gibt, brennt die Sonne ungehindert auf hellen Sandboden und Felsen, was das Klima zusätzlich aufheizt. 

1. 2. Stimmung und Vibe

Stimmung und Vibe haben uns an jedem Reiseziel, das wir in Spanien besucht haben, gefallen. Es war einfach immer entspannt und die Menschen freundlich und guter Dinge. In Andalusien war die Attitüde teils erst einmal hart, was sich allerdings schnell gelegt hat. Es war rundum einfach angenehm und entspannt. Vor allem außerhalb der Saison ist Spanien zu empfehlen, da es angenehm ruhig und leer ist. Zudem sind die Preise moderater. 

1. 3. Umgebung und Landschaft

Der Süden Spaniens ist zwar sehr trocken. Dennoch hat uns die Landschaft gut gefallen. Es wäre jetzt nichts zum dauerhaften Leben dort, doch auf Zypern beispielsweise war das eine ganz andere Art von trocken und karg. Es ist dort einfach trostlos, wohingegen das Landschaftsbild in Spanien stimmig und auch vielfältig ist. Es ist auch nicht alles karg, denn in den Bergen und an der Küste wird es durchaus grüner und das Land ist ja sehr groß und hat noch viel mehr Gegenden zu bieten. Im Norden wird es wohl sehr grün. 

1. 4. Sehenswürdigkeiten und Geschichte

Wenn es eines in Spanien gibt, dann sind das (historische) Sehenswürdigkeiten. Jeder, der historische Architektur genauso liebt wie wir, wird dort auf jeden Fall glücklich werden. Es reiht sich ja quasi eine Altstadt an die nächste. In Andalusien vermischt sich die maurisch- orientalische dann auch noch mit der südeuropäischen Kultur und Bauweise, was eine sehr schöne und interessante Mischung ist. Überall finden sich Überbleibsel antiker Bauten. Dass die Menschen dort sehr stolz auf und verbunden mit ihrer Heimat sind, merkt man an jeder Ecke. 

1. 5. Als digitale Nomaden in Spanien: Upload und Download 

Was das Internet angeht, hatten wir nicht immer den deutschen Standard. In Alcossebre war das Internet nicht schnell, doch Arbeiten ging noch gut. In Puerto Rey hatten wir mehr Probleme, da der Host nur ein bestimmtes Datenpaket hatte und aus irgendeinem Grund kein Update möglich war. Mobiles Internet war ebenfalls ein Problem, da der Empfang einfach schlecht war. In Aguadulce wiederum, wo es etwas städtischer war und unser Host direkt nebenan lebte, hatten wir sehr gutes Internet. Wir haben deren Leitung mitgenutzt, was gut funktioniert hat. Alles in allem muss man aber darauf achten, dass man eine ordentliche Leitung mit mindestens 50 mbps Upload und 50 mbps Download zur Verfügung hat. Das ist wirklich das Minimum, um nicht ständig in Ladeschleifen zu hängen. Besser vorher abklären und selbst dann haben wir meist weniger Bandbreite zur Verfügung. 

2. Spanien Contras

2. 1. Obst und Gemüse

Spanien ist der Obst- und Gemüseproduzent Europas. Wie in unseren Artikeln berichtet, befinden sich die Gewächshäuser vor allem in Andalusien und noch dichter gedrängt in der Gegend um Almería. Dementsprechend ist das Obst und Gemüse vor Ort auch nur aus diesen Farmen. Wir haben eigentlich nirgends normale Felder gesehen. Und genauso schmeckt es dann leider auch. Zudem trocknen diese Farmen das Land total aus und wir haben auch sehr viele ausgetrocknete Flussbetten gesehen. Neben all den anderen Faktoren weder umweltfreundlich noch nachhaltig. In Deutschland erhält man trotzdem noch regionale Produkte, die wirklich besser schmecken, als diese aus Spanien. Und es gibt viel bio. Haben wir dort leider nicht gesehen, bis auf Ingwer, ein paar Zwiebeln und Äpfel. Dort hat alles einfach nur nach nichts geschmeckt und wir hatten das Gefühl, dass wir nur buntes Wasser essen. Pestizide inklusive. Das hat wirklich keine Freude gemacht und ist ein dicker Minuspunkt. In anderen Regionen ist das sicher anders und wenn man tiefer eintaucht, findet man sicher auch Bauernmärkte. Das wird dann allerdings auch entsprechend kosten.  

2. 2. Kuchen und Kekse

Als bekennende Kuchen- und Keksliebhaber müssen wir das einfach ansprechen: Die Spanier können weder Kuchen noch Kekse. Churros, ja. Doch wenn man mal Lust auf ein schönes Stück Kuchen im Café hat, wird man garantiert enttäuscht. Es gibt dort fast nur einfache Kuchen mit Bisquitteig, die nach nichts schmecken. Die meisten Teilchen sind auch nicht gut. Oder es gibt Kuchen aus der Fabrik, der nach nichts schmeckt und manchmal sogar noch gefroren serviert wird. Genuss geht anders. Nur wenige Bäckereien, darunter unser Anlaufpunkt in Alcossebre, führen gute Teilchen. Kuchen war auch dort nicht kaufenswert. Auf Reisen bekommt man kaum mal eine Wohnung mit Backofen, geschweige denn Equipment zum Backen. Das ist manchmal ganz schön schmerzlich! 😉 

2. 3. Lebenshaltungskosten

Wenngleich wir zu Beginn unserer Spanien-Reise noch dachten, dass die Lebenshaltungskosten dort niedriger wären als in Deutschland (wurde uns von vielen Seiten so gesagt), hat sich dieses Bild schon bald zurechtgerückt. Die Kosten stehen denen in Deutschland in nichts nach und auch dort schlägt die Inflation zu. Gute Unterkünfte mit Küche und zwei Schlafgelegenheiten kosten minimum 600€ aufwärts pro Monat. Jedenfalls in diesem Gebiet. 

Plane pro Person und Monat für Unterkunft, Lebensmittel und Bespaßung grob 600€ – 700€ ein. Da es hier auch immer um persönliche Präferenzen geht, variieren die Kosten natürlich. Wir legen beispielsweise großen Wert auf unsere Nahrungsversorgung, kochen täglich und haben dementsprechend höhere Kosten als andere. Wir gehen dafür kaum essen oder in Bars. Die Mietautos für die Roadtrips haben die Kosten ebenfalls in die Höhe getrieben. Dazu kommen alle weiteren Kosten, wie die internationale Krankenversicherung, Abos und Co. 

2. 4. Öffentliche Verkehrsmittel 

Also zumindest in den Regionen, in denen wir unterwegs waren, war das wirklich nicht einfach. Busse sind meist sehr unzuverlässig, die Fahrpläne ein Rätsel, es gibt keine Zugverbindungen und Langstreckenbusse sind nicht gut geplant. Statt eine weitere Strecke mit einem Bus abzufahren, muss man oft zwei bis drei Mal umsteigen und die Fahrten dauern Stunden länger als mit dem Auto. Inklusive teils langer Transferzeiten. Östlich von Valencia gab es Zugverbindungen, in Richtung Westen schon nicht mehr. Ab dem Endbahnhof kamen wir allerdings nicht einmal mit einem Bus nach Alcossebre und hatten Glück, dass wir per Anhalter fahren konnten. Wie das wiederum in anderen Gebieten ist, wissen wir nicht. Von Puerto Rey nach Almería sind wir noch gut mit dem Bus gekommen. Für längere Transfers haben wir letztlich immer ein Auto gemietet.

2. 5. Lage in Europa

Leider liegt Spanien in Europa. Warum leider? Wir haben Deutschland aus guten Gründen verlassen und sehen eigentlich in Europa insgesamt keine Zukunft für uns, da wir so frei wie möglich leben wollen und dort eines der Zentren ist, in denen das immer mehr unterbunden wird. Im Grunde betrifft das ja die ganze sog. westliche Welt. Was unheimlich schade ist, da es für uns dort schon interessante Länder gibt, die viel Gutes an westlichem Standard und einer lockereren und ungezwungeneren Lebensweise, die uns sehr wichtig ist, verbinden. 

3. Exkurs: Überwachung und Einschränkung der persönlichen Freiheit 

Wenn du dich fragst, wovon wir sprechen, dann erkundige dich über CBDCs (Central Bank Digital Currencies) und alles, was damit verbunden ist. Wie beispielsweise auch der persönliche CO2-Fußabdruck. In diesem Kontext möchten wir darauf hinweisen, dass die Klimadiskussion nicht so einseitig ist, wie sie geführt wird. Früher waren wir auch der Meinung, dass der Mensch der Hauptfaktor für die Erderwärmung ist. Heute wissen, wir, dass das gefährliches Halbwissen war. Zudem ist die Situation wohl auch nicht so dringlich, wie uns das suggeriert wird. 

Das Gleiche gilt für die Diskussion um die Überbevölkerung der Erde, die wohl so nicht stattfindet. Hör dir auch mal Meinungen von z. B. Elon Musk an der sagt, dass ganz im Gegenteil die Bevölkerungsdichte weltweit rückläufig ist. Und dann frag dich, wie COV und die Schlumpfung ins Bild passen. 

Richte dich nicht danach, was die Mainstream-Medien dir erzählen. Betreibe deine eigene tiefe Recherche und konzentriere dich vor allem auf News-Kanäle in englischer Sprache. Hier werden so viel mehr Informationen geliefert, vor allem auch in der Krypto-Szene, die sehr wach und aufgeschlossen ist. Es ist dieser Tage wichtiger denn je, Englisch zu beherrschen. 

4. Fazit Spanien

Ich würde sehr gern sagen, dass die Pros überwiegen, denn für uns kommt es auch immer ganz stark auf das gesamte Gefühl an, das wir in einem Land haben. Vibe und Menschen also. Wir haben uns in Spanien sofort wohl gefühlt, schon Teneriffa hat uns damals richtig gut gefallen und wir möchten unbedingt wiederkommen und uns weitere Teile des Landes ansehen. 

Nur leider wiegt der Punkt mit Europa momentan schwer und es bleibt nichts, außer zu beobachten, wie sich die Situation dort tatsächlich entwickelt. 

Wir haben sogar bereits darüber gesprochen, ob Spanien ein temporärer Teilzeit-Wohnsitz sein könnte. Doch es ist steuerlich dort nicht ganz einfach und einmal im System, kommt man wohl schwer wieder raus. Dieser Punkt bleibt für uns also weiterhin spannend. 

Spanien – wir haben dich lieben gelernt und kommen sehr gerne wieder, sobald es geht! 

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