Permet und Benje Quellen. osmanische Brücke und Langarica Canyon

Permet und Benje-Quellen in den albanischen Alpen

Ein weiterer Tagestrip ab Saranda hat uns in die albanischen Alpen nach Permet, zu den Benje-Quellen und in den Langarica Canyon geführt. Von Saranda mit dem Auto dauert die Fahrt nach Permet ca. 2 Stunden und von dort aus etwa 30 Minuten zu den Benje-Quellen, die durch ihren Schwefel- und Mineraliengehalt Heilquellen sind. Lohnt sich ein Ausflug, wie fanden wir die Thermalbecken und was war unser Highlight?

1. Permet: Entspanntes Bergdorf nahe der griechischen Grenze

Auf dem Weg nach Permet fährt man bereits durch wunderschöne Alpenlandschaften und wir müssen einmal mehr sagen, dass der Frühling wirklich eine gute Zeit ist, um sich den Balkan anzusehen. Wir haben das vor einem Jahr in Montenegro schon sehr genossen, weil alles frisch sprießt, jede Menge Frühlingsblüher Farbe ins Spiel bringen und weil es eben noch nicht so heiß ist. Wobei die Sonne trotzdem stark ist, aber immer noch besser, als im Sommer. Die Voralpen und Landschaft nahe der Küste finden wir hier nicht besonders, weil die Berge sehr karg sind und die Bäume darauf tot und grau. An vielen Hügeln sind sie tatsächlich abgebrannt. Doch je weiter man in die Berge fährt, desto schöner wird die Landschaft. Hier kommen ein paar Eindrücke von der Strecke:

Permet ist ein nettes Bergdorf mit entspannter Atmosphäre. Ein Highlight ist der Guri i Qytetit, ein massiver Felsen, der inmitten des Ortes steht.

Permet hat auch eine kleine Altstadt und trotzdem ich das extra vorher rausgesucht habe, haben wir dann vergessen, sie uns anzusehen. Schade! Wir haben uns nicht allzu lange im Bereich des Parks und der Flaniermeile aufgehalten, um dann weiter zu den Benje-Quellen zu fahren. Dort geht es auf der Straße auch mal langsamer zu, wenn ein Hirte gerade seine Schafherde führt. 😃

Vorsicht ist sowieso geboten, da die Strecke schmal und kurvig ist und viele Albaner allgemein einen ziemlich rasanten Fahrstil und ein Faible für riskante Überholmanöver haben.

2. Benje-Quellen und Langarica Canyon: Wanderparadies für Naturliebhaber

Das Highlight in der Gegend um Permet sind die Benje-Quellen, warme Thermalwasserquellen mit Schwefel und verschiedenen Mineralien, die sich für die Behandlung diverser Leiden wie rheumatische Erkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen, Hauterkrankungen oder Lungenleiden eignen. Der Eintritt in das gesamte Gebiet ist frei.

Leider gibt es keine Schilder mit genaueren Beschreibungen der einzelnen Thermalbecken, Mineralien und Indikationen; ich habe das zuvor recherchiert. Die alte osmanische Brücke Ura e Kadiut über dem Fluss bietet ein spektakuläres Bild, vor allem, wenn man in Richtung der schneebedeckten Berge blickt.

Du kannst einen Wanderweg den Berg rauf wählen, von wo aus du den Langarica Canyon von oben bestaunen kannst, oder direkt durch den Canyon wandern, was wir gemacht haben. Das machst du entweder barfuß, so wie wir, oder du hast Schuhe, die zum Laufen im Wasser gefertigt sind.

Barfuß ist das Ganze natürlich etwas beschwerlicher, da man über (rutschige) Steine laufen muss, doch dafür ist es im Sinne von Earthing viel gesünder und außerdem machbar. Man kann 5 km laufen, wir haben aus Zeitgründen nicht die gesamte Strecke gemacht. Barfuß ist man natürlich auch etwas langsamer unterwegs. Der Fluss selbst scheint normales Süßwasser zu führen, doch an den Seiten kommen aus dem Berg immer wieder Schwefelquellen, wo es dann auch wärmer ist und das Wasser eine herrliche Farbe hat. Es gibt auch Fische und Kaulquappen im Fluss.

Ziemlich am Anfang der Strecke befindet sich ein einziges Schwefelbecken, das wir auf dem Rückweg auch genutzt haben. Wir fanden es viel besser als die Becken am Eingang, da diese natürlich voll mit Menschen waren. Die Becken sind aber leider nur lauwarm, weshalb wir uns bei den Temperaturen nicht so lange darin aufgehalten haben. Da hatten wir auf höhere Temperaturen zum Entspannen und Auskosten gehofft!

3. Tepelene: Frisches Quellwasser zum Mitnehmen

Durch Tepelene sind wir bereits letztes Jahr auf dem Weg nach Gjirokastra gefahren und wussten daher, dass es dort einige Bergquellen an der Straße gibt. Also haben wir uns vorbereitet und 61 Liter Quellwasser mitgenommen. Das muss man in Albanien einfach machen, wenn man länger an einem Ort ist. Für uns ist es absoluter Luxus, täglich auf frisches Quellwasser zugreifen zu können und wir wären überglücklich, wenn unsere zukünftige Homebase dieses Feature hätte! Zumal man dann auch unabhängig vom Staat ist. Wasser wird hier teuer verkauft, obwohl Albanien ein wasserreiches Land ist. Ich nenne es „das Land der türkisen Flüsse und Bergquellen“, denn es gibt hier einfach so viel tolles Wasser und unzählige Quellen.

4. Fazit Permet und Benje-Quellen: Unser Highlight?

Ich denke, die Bilder sprechen für sich, oder? Der Ausflug ist absolut empfehlenswert und locker an einem Tag zu machen. Auch mit Altstadt von Permet, vergiss die also nicht. An den Quellen musst du dich allerdings entscheiden, ob du auf dem Berg oder durch den Canyon laufen möchtest, oder, du versuchst beide Strecken nur teilweise abzulaufen. Das geht sicher auch. Von den Thermalbecken hatten wir uns mehr versprochen und es war etwas enttäuschend, dass sie lau temperiert und daher nicht gemütlich waren. Im Sommer kein Problem, doch dann werden auch noch viel mehr Menschen dort sein. Außerdem wird der ganze Bereich ausgebaut und es ist zu erahnen, dass der Ort in Zukunft an Flair verlieren wird. Unser absolutes Highlight war die barfuß-Wanderung durch den Langarica Canyon und wir fanden auch die satt grüne Alpenlandschaft in der ganzen Gegend einfach herrlich. Have fun!

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