Saranda, Albanien

Saranda, Albanien: Anreise, Unterkunft, Einkaufen

Hallo aus Saranda, Albanien! Wir sind jetzt zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres in Albanien und haben Saranda als Destination gewählt, da wir diesen Ort damals schon besuchen wollten, was dann aber nicht geklappt hat. Die Anreise von San Juan de los Terreros, Andalusien, hat ganze zwei Tage gedauert, da wir eine Nacht am Flughafen verbringen mussten und sowohl von los Terreros zum Flughafen als auch nach Saranda eine längere Fahrt hatten. Wie immer kommen im ersten Artikel zu unserer neuen Destination die Basics: Anreise, Unterkunft, Einkaufen und erste Orientierung. Let’s go!

1. Saranda Anreise: 4,5 Stunden Fahrt ab Tirana

Die Anreise vom Flughafen in Tirana funktioniert am besten mit dem Bus. Außer natürlich, du möchtest in einem privaten Shuttle exklusiv reisen. Zu dieser Jahreszeit (Anfang März) fahren leider ab dem Flughafen noch keine Busse bis Saranda durch, so dass du vom Flughafen erstmal zum „Süd & Nord Bus-Terminal“ in Tirana fahren musst. Das Terminal ist noch nicht ausgebaut, völlig chaotisch, vermüllt und es gibt nur eine ranzige Toilette in einem Restaurant auf der anderen Straßenseite. Wir mussten dort leider 2 Stunden auf unseren Anschlussbus warten, was nach über einem Tag Reise ohne Schlaf kein Spaß war. Der Bus vom Flughafen Tirana zum Terminal kostet 300 LEK, bzw. ca. 3 € pro Person, der Bus vom Terminal nach Saranda kostet 1750 LEK, bzw. ca. 17,50 € pro Person. Du kannst alles mit Karte bezahlen. Derzeit hat der LEK einen Kurs von 0,95 €. Die Fahrt nach Saranda dauert 4,5 Stunden, es gibt nur eine Toilettenpause nach etwa 2,5 Stunden, du fährst durch schöne Berglandschaften und vor allem bei Tepelene gibt es tolle Panoramen und einen helltürkisen Fluss zu bestaunen. Endstation ist die „zentrale Bushaltestelle“ in Saranda, die quasi nur ein Parkplatz ist. Dort warten bereits Taxis, um dich zu deiner Unterkunft zu bringen. Die Preise sind heftig, wir haben für 2 Kilometer 12 € gezahlt. Der Fahrer wollte erst 15 € haben.

2. Saranda, Albanien: Unterkunft finden und Kosten

Wir haben hier wieder ganz klassisch auf ein Airbnb zurückgegriffen, da wir Facebook-Gruppen für Wohnungen zu riskant finden, wenn wir nicht vor Ort sind. Die ganze Reise hatten wir diesmal bereits im Januar organisiert, was für uns echt früh ist, und haben bei Airbnb auch einen guten Preis erwischt. Nun ist es Anfang März und was hier an Preisen abgerufen wird, ist wirklich irre. Jetzt mal ganz im Ernst – egal, ob eine Wohnung 400 € oder 800 € pro Monat kostet – du bekommst meistens keinen besseren Standard. Unsere Wohnung hier soll im Sommer fette 2200 € pro Monat kosten und wir fragen uns wirklich, ob das ein schlechter Scherz sein soll.

Die Wohnung hat 2 Schlafzimmer, eine Wohnküche, die Haustür führt praktisch ins Wohnzimmer und einen großen Balkon. So weit, so gut, reicht für uns. Aber: Es wurde mal wieder nicht auf Details geachtet, die das Leben (vor allem bei Langzeitmiete) angenehmer machen. Ich musste die Toilette und die Küche nachputzen, einiges anderes ist nicht ordentlich gesäubert und es fehlt an Küchenausstattung, die wir anfordern müssen. Die Gastgeberin reagiert schnell und hat dann auch alles da, was man so braucht, aber anfangs geboten wird einem nur der minimale Durchschnittsstandard. Es wäre einfach angenehmer, wenn man nach selbstverständlichem Kleinkram nicht fragen müsste. Und dafür mehr als das, was wir jetzt bezahlen – in Albanien – das kann man so und so sehen.

2. 1. Verlängerung der Unterkunft direkt und in bar: Kann man das machen?

Wir hatten unserer Gastgeberin bereits bei der Buchung auch gesagt, dass wir evtl. um einen Monat verlängern, wenn die Wohnung uns zusagt, was wir ihr gestern auch mitgeteilt haben. Und da wollte sie für den zweiten Monat ca. 140 € mehr haben. Wir haben ihr also erklärt, dass wir noch nie (ist so!) mehr bezahlen mussten, wenn wir direkt beim Host eine Verlängerung in bar vereinbaren und wir das dann nicht machen, zumal auch immer noch Nebensaison ist. Tatsächlich haben wir in diesem Fall immer weniger bezahlt, da wir das Geld ja bar auf die Hand geben. Ihr letztes Angebot waren jetzt 90 € mehr, was wir angenommen haben, da es uns eine Menge Stress erspart, wenn wir nicht gleich wieder umziehen müssen, doch wir finden das schon unschön. Letztes Jahr in Albanien haben wir selbst über Airbnb für die Verlängerung denselben Preis gezahlt, weil der Gastgeber das dann extra so eingestellt hatte.

2. 2. Unterkunft in Saranda, Albanien: Worauf du achten musst

Wie immer, geht es hier um Prioritäten beim Wohnen und wir möchten ruhig und weg vom Geschehen wohnen. In Sarand spielt sich das ganze Treiben um die Promenade ab, die quasi drei Terrassen einnimmt. Hier beginnt die Steigung ab dem Strand, so dass der Ort in Terrassen am Berg gebaut ist. Wir wohnen in einem relativ neuen Bau (2016 noch in Konstruktion) im Westen des Ortes, hinter dem „Sunset Point“, der auf Google Maps wesentlich besser aussieht, als in echt. Hier ist es ruhig und man ist schnell am Hafen und an der Promenade. In unserer Gegend sind einige Supermärkte, darunter auch ein Spar. Wenn du direkt im Geschehen wohnen möchtest, dann such dir eine Unterkunft in der Gegend um den öffentlichen Strand. Jetzt ist es noch ruhig, aber zur Hauptsaison wird es dort lärmig werden. Der ganze Ort ist voller Baustellen, das ist hier schlimmer als in Vlora, also erkundige dich vor der Buchung danach. Die Baustellen in unserer Gegend sind mit der groben Konstruktion zum Glück durch.

3. Einkaufen in Saranda: Welche Supermärkte gibt es und wo ist es günstig?

Dieser Punkt war die größte Überraschung für uns. Wir wussten, dass der Süden etwas teurer sein soll als der Norden, doch diese Preise haben wir nicht erwartet, denn alles (!) ist durchschnittlich oder ganz konkret teuer als in Spanien. Mit alles meine ich: Obst, Gemüse, Käse, Haferflocken, Olivenöl, Kokosöl, Nüsse, Saaten und Samen, Pflanzendrinks, Nussmus und sogar Wasser. Obwohl letzteres aus dem Land kommt und Albanien sehr viel Wasser hat. Fleisch kostet in etwa gleich. Zum Vergleich: Auf unserem Markt in los Terreros haben wir Obst und Gemüse für durchschnittlich 1,50 € – 2 € pro kg eingekauft. Unser Händler hat uns am Ende einfach immer alles für 1,50 € gegeben. Hier beginnen die Preise bei 0,80 € für beispielsweise Endivien und gehen bis 3,80 € pro kg für rote Paprika. Das war damals schon das teuerste Gemüse. Der Durchschnitt kann dann bei 2 € – 2,50 € pro kg liegen, da es darauf ankommt, was du kaufst. Fester Käse ist 3 € und mehr pro kg teurer. Günstiger ist nur der Weichkäse in der Käsetheke. Olivenöl geht bei 3 € mehr pro Liter los und steigert sich auf 7 € mehr, Nüsse und Saaten sind wesentlich teurer, die haben wir in los Terreros auch immer auf dem Markt gekauft. Du kannst natürlich auch billiger leben, wenn du dich nur von Reis, Nudeln und Tomatensauce ernährst, doch wir kaufen halt keinen Mist, sondern leben gesund und achten auf unsere Ernährung. Naja, die Kosten sind natürlich trotzdem günstiger als Deutschland, doch teurer als in Spanien ist schon etwas strange.

3. 1. Supermärkte in Saranda, Albanien

An Supermärkten gibt es hier viel Auswahl von klein bis größer und wir konzentrieren uns auf die in unserer Gegend. Den Biomarkt „Market BioJu“ nutzen wir natürlich auch und hier gibt es manches sogar günstiger als in den konventionellen Märkten. Du bekommst hier auch dunkles Brot, sowohl frisch als auch abgepackt, weitere Backwaren, Fleisch, glutenfreie Produkte, Müsli, Cerealien und noch viel mehr. Es gibt auch noch den „Bio German Store“, die ebenfalls diverse Öle oder deutsche (Bio)produkte, wie z. B. von KoRo anbieten, doch hier haben wir noch nicht reingeschaut.

Rossmann und Lala gab es auch in Vlora und wir sind froh, dass es ihn hier auch gibt. Hier kaufen wir unsere Pflanzendrinks, Schokolade („Das Exquisite“ 78% ist lecker), Maiscracker, Kokosöl und eben andere spezielle Waren.

Ansonsten ist es wie damals in Vlora, dass wir alle Waren komplett verteilt einkaufen, da es in jedem Markt etwas anders gibt, das wir brauchen und das zu völlig unterschiedlichen Preisen. Wir nutzen also hauptsächlich noch den griechischen Supermarkt alfa, den Supermarkt Planet (hier gibt es Käse und pures Erdnussmus zum besten Preis) und Spar. Oder wir nehmen in kleinen Märkten mit, was uns anspricht und günstiger ist, als in den größeren Märkten. Beim Griechen gibt es das günstigste Wasser mit 120 LEK (1,25 €) für 7 Liter. Zum Vergleich: Beim Spar in los Terreros kosten 8 Liter 0,85 €. Hier ist es Wasser also fast doppelt so teuer im ausgetrockneten Spanien.

3. 2. Lokaler „farmers market“ in Saranda

Es gibt auch einen kleinen farmers market, auf dem die Preise durchschnittlich nicht günstiger sind, als in den Supermärkten. Oliven sind günstiger und es wird auch Olivenöl angeboten. Angeblich aus eigener Herstellung für 1000 LEK pro 1,5 Liter. Der Preis ist realistisch, aber man weiß trotzdem nicht, ob dem Öl nicht billiges Öl beigemischt ist. Wir haben bei einer Frau zwei Öle probiert und sie schmeckten recht lasch und haben kaum bis gar nicht im Hals gekratzt (Zeichen für einen hohen Anteil an Polyphenolen). Sie verkaufen es in großen Plastikflaschen und da weiß man eben auch nicht, wie lange es schon steht, ob es in der Sonne stand, usw. Wir haben letztlich vom Kauf abgesehen und eines im alfa Supermarkt geholt (1000 LEK / Liter = etwas über 10 €).

4. Erster Eindruck von Saranda, Albanien: Was gefällt uns, was gefällt uns nicht?

Das Flair in Saranda ist angenehm und der Verkehr wesentlich beruhigter als in Vlora, wo ja die große Hauptstraße durch den ganzen Ort und am Strand entlang führt. Hier geht das nicht, da der Ort komplett am Berg liegt und die Straßen dementsprechend schmal sind. Die drei unteren Straßen inklusive Promenade sind nett und angenehm gemacht, mit vielen Restaurants, Bars und Cafés, was uns gut gefällt. Der „Strand“, den man eigentlich gar nicht so bezeichnen darf, ist total traurig und mehr öffentliches Hundeklo als sonst was.

Derzeit liegen dort auch einige große Gesteinshaufen, weil wohl etwas gebaut werden soll. Es gibt weiter hinten noch den „berühmten“ Mango Beach, den wir uns demnächst mal ansehen werden. Ansonsten gibt es in Saranda nur kleine, künstlich angelegte, Buchten mit Liegen, die im Sommer privat sind, da sie zu Bars gehören. Wir wussten, dass der Ort nicht viel zu bieten hat, was Strand betrifft, doch so ein trauriges Bild haben wir nicht erwartet. Wir werden trotzdem die geplanten zwei Monate bleiben, da wir eben nicht monatlich umziehen wollten, weil das immer eine Menge Stress reinbringt und der Ort ansonsten nett ist. Zudem werden viele Ausflüge per Boot angeboten und es gibt in der Gegend einiges zu erkunden, weshalb wir hergekommen sind. Unser Eindruck ist aber, das Saranda doch etwas overrated und overhyped ist. Also – stay tuned, mehr Infos folgen in kommenden Artikeln.

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